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Ruhrsonanz e.‍ ‍V.

Internationale Chorwerkstatt im Ruhrgebiet

Kurzinformationen zum Programm 2018

Ruhrsonanz wünscht ‚Glück – auf immer!’

Zwei Konzerte zum Abschluss des Chorjahresprojektes 2018. Ein Abschied von der Steinkohleförderung mit Blick auf die Zukunft

  • Samstag · 6.10.2018 · 17⁰⁰ Uhr · Schwarzer Diamant · Am Bergbaumuseum 28 · 44791 Bochum
  • Sonntag · 7.10.2018 · 15⁰⁰ Uhr · Zentrum Altenberg, Eisenlager · Hansastraße 20 · 46049 Oberhausen
  • 2018 ist mit dem Ende der Steinkohleförderung ein besonderes Jahr für das Ruhrgebiet. Diesem historischen Markstein für die Region hat Ruhrsonanz e.V. 2018 sein Jahresprojekt Glück – auf immer! gewidmet. Die beiden Konzerte in zwei verschiedenen Städten des Ruhrgebiets bilden den Abschluss dieses Projektes an Orten, die einen Bezug zur Steinkohleförderung besitzen.

    Konzert-FlyerAusgehend von ausgewählten ernsten oder auch humorvollen Liedern und Songs aus ‚dem Pott’ wird im Jahr der letzten Zechenschließung zugleich die Zukunft besungen. So erklingt auch internationale Chormusik, die den Wunsch nach einer guten und beglückenden Zukunft auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck bringt, wie z.B. von den bekannten englischen Komponisten John Rutter und Howard Goodall oder den Skandinaviern Frode Fjellheim und Sven-David Sandström. Spiegeln ‚Hymnen des Ruhrgebiets’ und ‚Popsongs aus'm Pott’ auf nicht immer ganz ernst zu nehmende Weise das Spiel mit typischen Klischees und Eigenarten der Region, so wird in anderen die Frage nach dem Land der Zukunft gestellt oder auch in den Sprachen der interkulturellen Vielfalt gesungen. Waren es v.a. polnische, italienische und türkische Einwanderer, welche die Region mitgeprägt haben, so leben heute Menschen aus mehr als 200 Nationen in der Region.

    Traditionelles Liedgut der Region, wie z.B. das Steigerlied oder auch das im Streikjahr 1889 nach einem Text des Arbeiterdichters Heinrich Kämpchen entstandene Glück auf Kameraden durch Nacht zum Licht, sowie andere typische Gesänge des Ruhrgebiets auch aus jüngerer Zeit lenken den chor­musika­lischen Blick auf die ungewisse Zukunft.

    Henryk Mikolaj Góreckis Zyklus Szeroka Woda richtet den Blick gewissermaßen in den Fluss, der das Land bestimmt, und lässt Wünschen an das zukünftige Leben erklingen. Dieses Werk erfährt im Ensemble Ruhrsonanz durch die Zusammenarbeit mit dem iranischen Saturspieler Kiomaars Musayebbi eine besondere Neuinterpretation: Nicht als A-Cappella-Werk, sondern bereichert durch die Klänge des iranischen Instruments wird es in einer veränderten, durch das Zusammenleben verschiedener Kulturen bestimmten (Klang-)Welt, in einer Weise rezipiert und weiterentwickelt, die den tradierten europäischen Rahmen erweitert.

    Weitere Werke der internationalen Chorliteratur richten den Blick auf das Kommende und thematisieren den Wunsch nach einer gelingenden Zukunft. Sie schildern die Sehnsucht nach einem zufriedenstellenden bzw. glücklichen Leben und einem friedlichen Miteinander, wie z.B. das chinesische Volkslied Shui Xian Hua. So werden programmatisch Zusammenhänge zwischen tradierten Gesängen und einer Musik hergestellt, die hoffnungsvolle Visionen anklingen lässt. Das Wortspiel im Projekttitel verweist auf das Zusammenspiel dieser beiden Perspektiven.

    InstrumentalistInnen:

  • Kiomaars Musayebbi (Santur)
  • Regina Stevens (Klavier)
  • Musikalische Leitung: Corinna Müller-Goldkuhle

    Eintritt 7,– € / 4,– € ermäßigt · Kinder unter 12 Jahren frei

    Kartenreservierung unter info@ruhrsonanz.de oder 01 70 / 1 80 75 64