Lettische Chormusik bei Ruhrsonanz
Besonderer Besuch bei Ruhrsonanz: Im Rahmen unseres Jahresprojekts „Kaleidoskop der Liebe“ durften wir im Juni die Chorleiterin Iveta Schelhaas vom Rheinisch-Lettischen Chor Ramtai begrüßen. Gemeinsam tauchten wir in die faszinierende Welt der lettischen Chormusik ein und widmeten uns intensiv zwei lettischen Werken.
Auf dem Programm stehen unter anderem das traditionelle Volkslied „Es gulu gulu“ von Ārijs Šķepasts, dessen sanft wiegende Melodie eine ruhige, melancholische Atmosphäre entfaltet, sowie „Tu esi skaista“ der lettischen Komponistin Lauma Kazaka – ein zeitgenössisches Chorwerk nach dem biblischen Hohelied Salomons, das Liebe und Sinnlichkeit aus weiblicher Perspektive beleuchtet.
Ein besonderer Schwerpunkt der Probe lag auf der lettischen Sprache. Gemeinsam arbeiteten wir an der Aussprache und am Klang der Texte – eine wertvolle Erfahrung, denn Sprache und Musik sind gerade in der Chormusik untrennbar miteinander verbunden.
Neben der musikalischen Arbeit vermittelte Iveta Schelhaas auch Einblicke in die außergewöhnliche Chorkultur Lettlands. Sie erzählte von der Bedeutung des gemeinsamen Singens für die nationale Identität, von der „Singenden Revolution“, bei der gemeinsames Singen zu einem Symbol des friedlichen Widerstands wurde, und vom traditionsreichen Lettischen Lieder- und Tanzfest in Riga, das alle fünf Jahre Hunderttausende Menschen zusammenbringt.
Die gemeinsame Probe machte erlebbar, worum es Ruhrsonanz geht: Menschen, Sprachen und Kulturen durch gemeinsames Singen miteinander zu verbinden. Wir danken Iveta Schelhaas herzlich für ihren Besuch und freuen uns darauf, die lettischen Werke bei unseren Abschlusskonzerten zusammen mit Ramtai zum Jahresende zu präsentieren.
